Sexualisierte Gewalt in der Kunst – Sichtweisen hinter dem Schönen

Sexualisierte Gewalt ist nicht nur gesellschaftliche Realität, sondern auch Teil einer jahrhundertealten Bildtradition, die bis heute unseren Blick prägt.

Seit Jahrhunderten wird Gewalt gegen Frauen in der Kunst dargestellt – als Mythos, als Allegorie, als ästhetisches Motiv. Was als Schönheit inszeniert wird, trägt oft eine Geschichte von Macht, Kontrolle und Unterwerfung in sich.

Von antiken Reliefs bis zur Gegenwartskunst zeigt sich eine Bildtradition, in der weibliche Körper häufig Objekt männlicher Perspektiven sind. Leid wird stilisiert, Übergriff wird mythologisiert, Gewalt wird kulturell überformt.

Dieses Projekt greift diese Bildgeschichte auf – und stellt Fragen:
Wie prägt diese visuelle Tradition unser heutiges Sehen?
Welche Narrative wirken bis in unsere Gegenwart fort?
Und wie können Künstlerinnen und Künstler neue Perspektiven entwickeln, die Verantwortung übernehmen statt Gewalt zu ästhetisieren?

Die Ausstellung versteht sich als Raum der kritischen Auseinandersetzung. Sie lädt dazu ein, hinter das vermeintlich Schöne zu blicken, historische Darstellungen neu zu lesen und zeitgenössische Positionen sichtbar zu machen, die bestehende Machtverhältnisse hinterfragen.n.

Mitwirken

Diese Ausstellung lebt von künstlerischen Positionen, die sich eigenständig und reflektiert mit dem Thema sexualisierte Gewalt in der Kunst auseinandersetzen.

Gesucht werden Arbeiten, die historische Bildtraditionen hinterfragen, Machtverhältnisse sichtbar machen und neue Perspektiven auf Verantwortung und Darstellung entwickeln.

Eingeladen sind Künstlerinnen und Künstler aller Disziplinen.

Die Ausstellung ist für Oktober 2026 geplant.

Wenn du dich mit einer künstlerischen Position an der Ausstellung beteiligen möchtest, nutze bitte das folgende Formular.
Alle Einreichungen werden vertraulich behandelt.

Kann die Arbeit im Oktober 2026 verfügbar sein?
Rechtliches

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Kontext & Inspirationn.

 

Eine aktuelle filmische Auseinandersetzung mit diesem Thema bietet die Dokumentation „Proserpina und die Anderen – Die sexualisierte Gewalt in der Kunst“ (ZDF, 2025).

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