Musik in Motion ist ein konzeptueller Ansatz, Musik als visuelle Struktur erfahrbar zu machen. Das Werk versteht sich nicht als Abbildung eines konkreten Musikstücks, sondern als Übersetzung musikalischer Prinzipien in eine eigenständige Bildsprache.
Die kreisförmige Anordnung der Klaviertasten definiert einen geschlossenen musikalischen Raum. Tonfolgen, Wiederholungen und rhythmische Spannungen werden hier als visuelle Ordnungssysteme lesbar. Notationen, Zeichen und mathematische Diagramme überlagern sich und verweisen auf das Spannungsfeld zwischen emotionalem Erleben und struktureller Gesetzmäßigkeit, in dem Musik entsteht.
Der Kreis fungiert als zentrales formales Element. Er steht für Kontinuität, für zyklische Prozesse und für die zeitlose Dimension von Musik. Motive kehren zurück, variieren sich, verdichten sich – ein Prinzip, das sowohl musikalisch als auch visuell wirksam ist.
Musik in Motion ist kein illustrativer Zugriff, sondern eine künstlerische Interpretation der inneren Logik von Musik. Das Bild eröffnet einen Raum, in dem Klang, Ordnung und Wahrnehmung in ein visuelles Gleichgewicht treten.

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