💩 Ois im Oasch – Was ist bloß mit unserer Gesellschaft los?

Juli 21, 2026

Manchmal fragt man sich schon, ob wir kollektiv beschlossen haben, dass "nach mir die Sintflut" ein offizielles Lebensmotto geworden ist.

Man geht spazieren – und was sieht man? Plastikflaschen im Straßengraben. Fast-Food-Verpackungen auf der Parkbank. Zigarettenkippen überall. Hundekot mitten auf dem Gehweg. Und wer seinen Müll doch noch bis zum Mülleimer trägt, schafft es offenbar nicht mehr, den Deckel zu öffnen. Da wird der Abfall lieber kunstvoll daneben drapiert. Modernes Straßen-Design.

Früher war's peinlich, seinen Dreck liegen zu lassen. Heute scheint es manchen völlig egal zu sein. Hauptsache, das eigene Auto glänzt wie aus dem Prospekt – dass derselbe Mensch zwei Minuten später den Coffee-to-go-Becher aus dem Fenster wirft, passt irgendwie ins Bild.

Und nein, es geht nicht darum, dass früher alles besser war. Aber eines war anders: Man hatte Respekt. Vor der Natur. Vor fremdem Eigentum. Und vor den Mitmenschen.

Heute? Jeder fordert Rücksicht. Aber selbst Rücksicht nehmen? Das überlässt man lieber den anderen.

Manchmal hat man den Eindruck, unsere Gesellschaft sitzt bildlich gesprochen auf einem riesigen Haufen Mist – und diskutiert ernsthaft darüber, wer den besseren Ausblick hat.

Das Traurige daran: Es braucht keine Gesetze, keine Verbote und keine Überwachungskameras. Es würde schon reichen, wenn jeder seinen eigenen Dreck wieder mitnimmt.

So schwer kann das doch nicht sein.

Bis dahin bleibt einem nur, den Kopf zu schütteln und sich zu denken:

"Ois im Oasch." 💩

Vielleicht ist genau dieser kleine Kackhaufen auf dem Bild gar keine Zeichnung – sondern ein ziemlich treffendes Symbol dafür, wie wir manchmal mit unserer Umwelt und unserem Miteinander umgehen.